Monatsarchiv: Mai 2017

Mein Leben mit Asperger-Autismus – Vortrag und Diskussion

Montag, den 29. Mai um 18 Uhr

Schlosswender Str.1, Gebäude 1211, Raum 105

„Mein Leben mit Asperger-Autismus“ – ein autobiographischer Alltagsbericht
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Zum Referenten:
Julian, 25 Jahre, berichtet auf reflektierte und humorvolle Weise von seinem persönlichen Entwicklungsweg, seinem alltäglichen Leben mit der Diagnose „Asperger-Syndrom. Seine Intention hinter seinen Vorträgen ist, Studierenden Einblicke in seine autistische Lebenswirklichkeit zu geben und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Den Mut aufzubringen, vor jungen Menschen zu sprechen, hat ihn in der Vergangenheit bereits in positiven Entwicklungen bestärkt.

Mittlerweile ist Julian als Referent bundesweit an Universitäten unterwegs. Mit seinem reflektierten Blick, den er auf sein eigenes (Er-)Leben als Autist hat und dem damit verbundenen klugen Humor schafft er es mit Leichtigkeit die vollen Hörsäle zu begeistern, zum Lachen und ebenso zum Nachdenken zu bringen.
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Zum Vortrag:
Durch seinen autobiographischen Vortrag sensibilisiert er seine Zuhörer*innen für die Besonderheiten eines autistischen Menschen in der alltäglichen Wahrnehmung und in den Herausforderungen in sozialen Situationen. Zu Beginn der Veranstaltung wird es eine kurze Einführung zum Thema „Autismus-Spektrum-Störung“ geben.
Herzliche Einladung ergeht anPsychologie-Studierenden und alle, die sich für das Thema „Autismus“ interessieren.
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Dialogrunde:
Ab 20 Uhr, im Anschluss an den Vortrag wird es eine Diskussionsrunde in angenehmer Atmosphäre mit Julian geben. Hierbei wird er individuell auf Fragen eingehen können und auch die ein oder andere persönliche Frage beantworten. Auch wenn ihr Fragen habt, auf die Julian in seinem Vortrag möglichst eingehen sollte, könnt ihr uns diese gerne vorab zukommen lassen (sonderpaed-hannover@gmx.de).

Abschaffung des ‚Neigungsfachs‘

Liebe Studierende der Sonderpädagogik,

wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, plant das Niedersächsische Kultusministerium das „Neigungsfach“ im Vorbereitungsdienst (Referendariat) abzuschaffen.
Das Neigungsfach war bisher ein zweites Unterrichtsfach, welches man im Vorbereitungsdienst zusätzlich belegen konnte, dort ausgebildet und auch geprüft wurde. Trotz der Freiwilligkeit bestand durchgehend eine hohe Auslastung von über 90%.
Diese Regelung wird schon zum nächsten Einstellungstermin (27. Juli 2017) umgesetzt und zurzeit werden die gesetzlichen Änderungen, u.a. in der APVO (der Prüfungsordnung im Vorbereitungsdienst), auf den Weg gebracht.
Das bedeutet konkret, dass im Vorbereitungsdienst kein Neigungsfach mehr gewählt werden kann.

Was bringt das für Einschränkungen mit sich?
Generell bringt die neue Regelung viele negative Auswirkungen mit sich. Zum Einen müssen die Lehramtsanwärter*Innen, welche ein „Nebenfach“ studiert haben, ihre zwölf Unterrichtsstunden pro Woche in vielen verschiedenen Lerngruppen, (min. 6. Klassen), absolvieren, sodass der Beziehungsaufbau zu den Schüler*Innen und Lehrkräften, die Teamarbeit und auch fächerübergreifender Unterricht nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt möglich sind. Zum Anderen wird vermutlich als Folge auch das „Nebenfach“-Angebot der Studienseminare eingeschränkt werden (müssen) und es kommt somit zu einer Verschlechterung der Ausbildung und. Auch die Chancen auf dem späteren Arbeitsmarkt sinken mit nur einem Unterrichtsfach, v.a. in anderen Bundesländern.

Was unternehmen wir dagegen?
Gemeinsam mit der Fachschaft Sonderpädagogik der Universität Oldenburg haben wir eine Arbeitsgruppe gebildet, welche sich mit der Thematik beschäftigt und bereits folgendes unternommen hat:
* Wir stehen im engen Austausch mit den Studienseminaren in Niedersachsen, insbesondere mit dem in Hannover.
* Wir halten Rücksprache mit den Institutsvorständen Hannover und Osnabrück.
* Wir haben die GEW Niedersachen (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft), den VBE Niedersachsen (Verband Bildung und Erziehung) und den VdS Niedersachsen (Verband Sonderpädagogik e.V.) informiert und um Mithilfe gebeten.
* Wir haben die schulpolitischen Sprecher*innen der niedersächsischen SDP, CDU, GRÜNE, FDP und DIE LINKE benachrichtigt.
* Wir planen derzeit Gespräche mit dem VbE, der CDU und den Grünen.
* Zuletzt haben wir natürlich auch das Niedersächsische Kultusministerium (MK) nach Gründen der Abschaffung des Neigungsfachs gefragt und um eine Stellungnahme gebeten!

Was könnt ihr tun?
Da wir (leider) noch keine Rückmeldung von Seiten des MKs haben, können wir euch nur raten, dort selbst nachzufragen und aktiv zu werden – eventuell erhaltet ihr eine schnellere Antwort.

Zudem können eure Nachfragen dazu beitragen, den Druck auf das MK zu erhöhen und bestensfalls eine Verbesserung der Situation bewirken.

Niedersächsisches Kultusministerium
Referat 35 – (Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte, Personalentwicklung in Schulen)
Herr Hoffmeister: 0511 / 120 7272
joerg.hoffmeister@mk.niedersachsen.de

Falls ihr sonstige Kontakte zu den oben genannten Insitutionen oder weitere Ideen habt, meldet euch einfach bei uns! Gern könnt ihr euch auch aktiv mit einbringen und in der Arbeitsgruppe mitwirken.

Wir halten euch diesbezüglich natürlich auch auf dem Laufenden und berichten von weiteren Neuigkeiten.

Eure Fachschaft Sonderpädagogik Uni Hannover
gemeinsam mit der Fachschaft Sonderpädagogik Uni Oldenburg